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Der Wind
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Blumfeld
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1
Ein Wind weht um das Haus und immer wieder
2
wach ich aus Träumen auf und geh umher
3
mein Kopf ist schwer und fühlt sich an wie Fieber
4
ich will zu mir zurück und find den Weg nicht mehr
5
Alles um mich rückt in weite Ferne
6
ich schrumpfe und verirre mich im Flur
7
die Erde bebt, mir ist als sah ich Sterne
8
doch in der Dunkelheit verliert sich ihre Spur
9
Die Nacht in meinen Augen nimmt kein Ende
10
ich fühl mich schwach und will um Hilfe schreien
11
ich sehe schwarz und mal es an die Wände:
12
LaíŸ dieses Reich nicht mein zu Hause sein !
13
Und drauíŸen weht der Wind und immer wieder
14
fall ich ins Nichts zurück und geh umher
15
ich sing beim Gehen vor mich hin
16
damit ich weiíŸ, daíŸ ich noch bin
17
und der Wind, er weht - und fährt mir in die Glieder
18
Es kommt mir vor als hört ich jemand reden
19
der Wind treibt drauíŸen Regen über's Land
20
ein kleines Kind kommt mir im Flur entgegen
21
es redet wirr und drückt mich an die Wand:
22
"Ich kam die falschen Götter zu entthronen
23
ich kam und sah mich gegen sie verlieren
24
jetzt sitzt ich hier und zähl meine Dämonen
25
und will die Welt mit Fragen bombardier'
26
Wer soll noch kommen um Euch zu erlösen ?
27
Ihr habt alles verraten und verkauft
28
Ihr seid verlor' - die Guten wie die Bösen
29
ich seh Euch zu wie Ihr um Euer Leben lauft
30
Und immer weht der Wind und immer wieder
31
fall ich ins Nichts zurück und geh umher
32
ich sing beim Gehen vor mich hin
33
damit ich weiíŸ, daíŸ ich noch bin
34
und der Wind, er weht - und singt mir seine Lieder"
35
Mein Herz wird schwer, ich spür die Glieder zittern
36
das Kind verstummt und läíŸt mich weiterziehen
37
mein Schädel brummt: Du darfst nicht so verbittern!
38
ich geh umher und will doch niederknien:
39
Ich hab versucht den Widerspruch zu leben
40
ich hab versucht einfach ich selbst zu sein
41
es hat nicht funktioniert, es ging daneben
42
das Leben selbst scheint mir ein Fluch zu sein
43
Nichts was ich berühre ist von Dauer
44
ichts bringt das Verlorene zurück
45
das Einzige was bleibt ist meine Trauer
46
der Schmerz und die Erinnerung an das Glück
47
Und immer weht der Wind und immer wieder
48
fall ich ins Nichts zurück und geh umher
49
ich sing beim Gehen vor mich hin
50
damit ich weiíŸ daíŸ ich noch bin
51
und der Wind, er weht - weht immer wieder
52
Ich hör den Wind aus alle Ritzen pfeifen
53
den Flur entlang und folge seinem Ruf
54
ich spür wie seine Lüfte mich umkreisen
55
und fahre schweiíŸgebadet durch den Spuk
56
Halb schwebe ich, halb häng ich in der Leere
57
und komm zum SchluíŸ in meinem Zimmer an
58
da lieg ich nun, ganz so als ob ich wäre
59
und frag den Wind was ich noch tun kann
60
Soll ich der Hoffnung neuen Glauben schenken ?
61
Hat sie mich nicht so oft verrückt gemacht ?
62
ich dämmer vor mich hin und hör mich denken:
63
LaíŸ Deine Träume länger dauern als die Nacht!
64
Und drauíŸen weht der Wind und immer wieder
65
wach ich am Morgen auf und geh umher
66
ich sing beim Gehen vor mich hin
67
damit ich weiíŸ, daíŸ ich noch bin
68
und der Wind, er weht - und ich sing meine Lieder
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